Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Wir müssen uns tagein und tagaus mit den täglichen Hürden durchsetzen, manchmal geht es einfach nicht mehr - ob aufgrund Überforderung oder psychische Labilität.
Wir taube Menschen brauchen auch Unterstützung und Hilfestellung wie alle Nichtbehinderte auch. Leider sind diese Hilfen begrenzt oder werden gar nicht ermöglicht. Das Gefühl ist manchmal übermächtig und dem Wahnsinn nahe, wenn man auf sich selbst allein gestellt ist.
Wie gehen wir damit um?
Entweder Resignation anhand der negativen Erfahrungen bzw. Verharren in der Opferhaltung mit dem Gedanke "dass alles nichts bringt" oder man kämpft sich durch den Dschungel.
Meine Erfahrung mit der Polizei ist bislang negativ – ich werde entweder nicht ernst genommen, wenn ich um Gebärdensprachdolmetscher/in bitte.
Die Antwort lautet: Sie können doch gut von den Lippen absehen.
NEIN! Ich kann zwar von den Lippen absehen, aber hier geht es um beiderseitigen Verständigung. Das heißt, der Empfänger versteht mich, aber ihm interessiert es nicht, ob ich 100 % sein Gesagtes verstehen kann.
Warum ist es so?
Warum müssen wir täglich kämpfen?
Warum müssen wir durch diese Barrieren in der Kommunikation an Depressionen oder anderen psychischen Belastungen erkranken?
Warum können die Menschen nicht einfach auf unsere Bedürfnisse eingehen?
Warum sind sie sowas von engstirnig und meinen zu wissen, wie es ist taub zu sein?